In einer dreiteiligen Serie beleuchtet das Team von Weblifting.at das Phänomen Facebook und wie ihr Unternehmen von dieser Plattform profitieren kann. Im ersten Teil erfahren Sie, wer die Facebook-Nutzer in Österreich sind und was beim Erstellen einer Seite beachtet werden muss.
Facebook-Nutzung
Weltweit hatte Facebook im Dezember 2011 845 Millionen zumindest monatlich aktive Nutzer. Aber wie viele davon gibt es in Österreich? Das Social Media Radar Austria bietet eine gute Übersicht wie viele Österreicher in Facebook aktiv sind. Insgesamt gibt es mehr als 2,7 Millionen österreichische Benutzer-Accounts. Die größten Gruppen sind die 20-29 Jährigen (924.120), die 13-19 Jährigen (680.480) und 30-39 Jährigen (558.860). Die verbleibenden Konten werden vor allem von den 40-49 Jährigen gestellt. Doch auch die Gruppe 50+, und die „Silver Surfer“ entdecken zunehmend Facebook für sich und es ist anzunehmen, dass dieser Trend auch Österreich erreichen wird. Facebook wird also auch in hierzulande von sehr vielen Menschen genutzt und bietet so Unternehmen die Möglichkeit sehr direkt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.
Warum sollte man sein Unternehmen auf Facebook präsentieren?
Neben den vielen Menschen die heute schon Facebook benutzen, gibt es drei wichtige Gründe warum Sie sich diesen Informations- und Kommunikationskanal nicht entgehen lassen sollten:
Kundenkommunikation. Wenn ihre Kunden bereits auf Facebook aktiv sind, steht ihnen ein niederschwelliger Kommunikationskanal zu ihrem Unternehmen offen. Auf der Pinnwand ihrer Facebook-Seite kann jeder Kommentare hinterlassen. Diese neuartige, öffentliche Form der Kundenkommunikation ermöglicht es, dass gute Reaktionen auf Kundenanfragen von vielen wahrgenommen werden und so die Wahrnehmung ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit verbessern können.
Markenbildung. Über Facebook hat ihr Unternehmen die Möglichkeit regelmäßig mit den für ihr Unternehmen wichtigen Inhalten in der Wahrnehmung ihrer Kunden aufzutauchen. Dabei haben Sie die volle Kontrolle über diese Inhalte und bekommen direkt Feedback von ihren Kunden.
Viralität. Wenn Sie es schaffen die Interessen ihrer Leser anzusprechen werden diese ihre Inhalte teilen und vielleicht sogar mit einem persönlichen Kommentar versehen. So besteht die Möglichkeit die eigenen Inhalte sehr schnell einer breiten Öffentlichkeit, über die eigene Leserschaft hinaus, bekannt zu machen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit im Rahmen ihrer Facebook-Seite auch statistische Informationen über ihre Leserschaft abzurufen, und auch darüber wie Inhalte ihrer Website in Facebook geteilt werden.
Was muss beim Erstellen einer Facebook-Präsenz beachtet werden?
Für Unternehmen bietet Facebook eigene Unternehmens-Seiten, auch „Pages“ genannt, an. Normale Benutzer-Accounts sind für Privatpersonen gedacht und sollen nicht als Unternehmensauftritt verwendet werden. Dazu kommt, dass Facebook auf den Seiten für die Art ihres Unternehmens oder ihrer Organisation angepasste Funktionen anbietet. Das nachträgliche Umstellen eines Benutzerkontos auf eine Seite ist nicht möglich und eine derartige Änderung zieht somit großen Aufwand nach sich.
Einer Seite kann man dann Benutzerkonten als Administratoren zuweisen. Wenn Sie kein persönliches Benutzerkonto erstellen möchten, gibt es die Möglichkeit ein sogenanntes Unternehmenskonto zu erstellen. Dies muss aber beim Erstellen der Seite erfolgen. Vom Erstellen eines normalen Benutzerkontos aber mit zB dem Firmennamen zur Verwaltung der Facebook-Page sollte abgesehen werden, da dies gegen die Geschäftsbedingungen von Facebook verstößt, genauso wie auch ein zweites Konto für eine Person. Facebook behält sich für diese Fälle das Recht vor, die Konten zu löschen. Unternehmenskonten sind aber sehr eingeschränkt und man kann mit ihnen auch nicht alle Möglichkeiten die Seiten bieten nutzen.
Zusätzlich gibt es auf Facebook noch Gruppen. Eine Gruppe dazu gedacht, innerhalb von Facebook einer kleinen Gruppe von Personen einen abgegrenzten Bereich zur Verfügung zu stellen, um sich darin zu einem bestimmten Thema auszutauschen. Marketingmaßnahmen in Gruppen sind ein sehr heikles Thema, da Werbung sehr schnell als Spam wahrgenommen werden kann. Zur Repräsentationen eines Unternehmens sind Gruppen nicht gedacht.
Weitere Informationen im zweiten Teil
Im zweiten Teil unserer Serie erwarten Sie Informationen zum laufenden Betrieb einer Facebook Seite und dazu wie Sie mit dem gefürchteten Shitstorm umgehen können. Teil drei wird sich mit Werbung in Facebook sowie einer Zusammenfassung befassen.
